Verkehrskonzept für Ebelsberger Kasernenareal!

Bereits Mitte September 2015 hatte der Linzer Vize-Bürgermeister Bernhard Baier von der Linzer Volkspartei ein erstes Konzept für die Bebauung des Ebelsberger Kasernenareals vorgestellt. Baier pochte damals auf die Errichtung einer familienfreundlichen Musterwohnanlage mit entsprechendem Fokus auf nachhaltige Energieformen sowie auf Einsatz von Smart-Home-Technologien. „Zwar wurde heute der aktualisierte Masterplan aus dem Jahr 2017 vorgestellt, ob die erwähnte Verkehrsaufschließung für so ein großes Areal ausreicht, ist aber fraglich“, zweifelt Baier, weil lediglich öffentliche Anbindungen erwähnt werden, der individuelle Autoverkehr aber unberücksichtigt bleibt. „Da sind noch Fragen offen, ein funktionierendes Verkehrskonzept muss daher Vorrang haben.“

Schon jetzt sei die Verkehrsbelastung in Ebelsberg, Pichling sowie der angrenzenden Solar City ein großes Problem und die Stadtteil-Bevölkerung leide enorm darunter. „Ein neuer Stadtteil wird die Situation zunehmend verschärfen und daher braucht es ein klares Verkehrskonzept schon im Vorfeld“, betont Baier, der jetzt möglichst rasch einen genauen und auch nachvollziehbaren Zeitplan für das Projekt fordert, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Eigentlich war der Baubeginn ja bereits für das Frühjahr 2020 terminisiert gewesen, es müssten somit bereits die Bagger vor Ort sein.

Zur Entwicklung des Areals der früheren Kaserne war im November 2016 das kooperative Planungsverfahren für den Masterplan Ebelsberg gestartet und Ende Mai 2017 erfolgreich abgeschlossen worden. Als Ergebnis liegt ein städtebaulicher Entwurf vor. „Mit dem 330.000 Quadratmeter großen Planungsgebiet für etwa 3.000 Wohnungen bietet dieses Stadterweiterungsprojekt für den Linzer Süden außergewöhnliche Chancen“, zitiert Baier und hofft, dass nun endlich die Möglichkeiten dieses großen Einzugsgebietes genutzt erkannt und auch genutzt werden.

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Vize-Bürgermeister Bernhard Baier