Stauchaos in der gesamten Linzer Innenstadt

„Mangelnde Vorbereitung, zu wenige Hinweisschilder, kein Gesamtplan – die Sommersperre des Linzer Hauptplatzes für Kraftfahrzeuge ist bereits am ersten Tag kläglich gescheitert“, zerpflückt Vize-Bürgermeister Bernhard Baier von der Linzer Volkspartei nach dem Stauchaos das „Pilotprojekt“ von FPÖ-Vize Markus Hein. „Dieser Hein-Test gehört nach Schilda und ist für Linz denkbar ungeeignet, wie die verzweifelte Öffnung des Hauptplatzes für den Verkehr nach nur wenigen Stunden beweist.“ Baier fordert daher den sofortigen Abbruch dieses Experiments und plädiert vielmehr für eine durchdachte Verkehrsberuhigung. Er nennt eine Begegnungszone samt Stufenplan unter Berücksichtigung des Fertigstellungstermins der neuen Eisenbahnbrücke als Grundvoraussetzung: „Langfristig vorbereitet, sehr gut kommuniziert und entsprechend beschildert“, nur so kann es laut Baier funktionieren.

Verlierer der Hauptplatzsperre waren gestern jedenfalls alle Autofahrer, die sich in und durch Linz bewegten – der Hein-Stau reichte nämlich quer durch die Innenstadt vom Römerberg- bis zum Bindermichl-Tunnel. Aber auch die Linzer Bevölkerung leidet unter solch unzumutbaren Verkehrsbedingungen, weil Abgasbelastung und Lärm durch stundenlangen Stau zusätzlich steigen, womit letztlich niemandem geholfen ist.

„Entgegen allen Warnungen wurde diese Aktion vom städtischen Verkehrsreferenten dennoch gestartet. Das Ergebnis ist desaströs und zeigt wie FPÖ Verkehrspolitik aussieht. Jetzt muss Kollege Hein auch die Verantwortung dafür übernehmen und den sofortigen Stopp veranlassen“, so Baier. Er will noch mehr Schaden für die Stadt Linz abwenden und dieses „Pilotprojekt“ zurück an den Start schicken. „Besser ein schneller Schlussstrich als noch mehr Chaos. Hein selbst hat ja angekündigt, den Testlauf jederzeit abbrechen zu können – das sollte er angesichts des von ihm angerichteten Stauchaos jetzt auch schleunigst tun.“

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