Probleme im Design Center: Eine Folge der Doppelgeschäftsführung?

Der veröffentlichte Bericht des Linzer Kontrollamtes zum Design Center zeichnet ein desaströses Bild für einen Teil der städtischen Unternehmensgruppe. Das millionenschwere Minus im Design Center lässt sich jedoch nicht allein mit der Corona-Krise erklären. Die Probleme liegen weiter zurück, weshalb das Kontrollamt gleich 28 Empfehlungen abgibt. „Die Vorwürfe wiegen besonders schwer und man wird damit nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen können. Die Aufarbeitung der Kritikpunkt ist wichtig“, fordert Klubobfrau Elisabeth Manhal von der Linzer Volkspartei.

„Es stellt sich die Frage, ob nicht die jahrelange Doppel-Geschäftsführung Design Center und LIVA erst zu dieser Problemsituation geführt hat. Nicht umsonst habe man vor dieser Konstellation von Beginn an gewarnt“, so Manhal weiter. Da sei wiederum Design-Center-Aufsichtsratsvorsitzender Bgm. Klaus Luger von der SPÖ in die Pflicht zu nehmen. „Nun hat es sich gezeigt, dass die Geschäftsführung ganz offensichtlich dieser Doppelbelastung nicht gewachsen war. Bürgermeister Luger muss sich daher kritisch die Frage stellen, ob die Ursache für die aufgezeigten Missstände nicht auf diese Entscheidung zurückzuführen ist“, zeigt Manhal auf. Jetzt gebe es mehr als dringenden Handlungsbedarf – mit schonungsloser Analyse und einer Neuausrichtung des Design Centers. „Ausreden sind fehl am Platz – und auch die Ankündigung, die Kritikpunkte ernst zu nehmen, ist zu wenig. Jetzt ist schnelles Handeln angesagt“, so Manhal abschließend.

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LAbg. Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei