Milder Winter! 300.000 Euro eingespart

Zwei Drittel weniger Salz- und Splitt-Verbrauch als im Vorjahr

“Seit Beginn der städtischen Aufzeichnungen vor 18 Jahren wurde in Linz noch nie so wenig Salz und Splitt verbraucht wie heuer”, sagt der für den Winterdienst zuständige Vize-Bürgermeister Bernhard Baier. Auf Grund des milden Winters und des damit einhergehenden geringen Verbrauchs, konnte die Stadt im direkten Vergleich zum Vorjahreszeitraum in der Saison 2019/2020 bis jetzt rund 200.000 Euro bei Streusalz und Splitt sowie 100.000 Euro durch Überstunden einsparen.

Die Zahlen im Detail: Im Vergleichszeitraum zum Vorjahr wurde in der heurigen Saison bis dato um zwei Drittel weniger Salz und Splitt verbraucht. Während in 2019/2020 bisher im Linzer Stadtgebiet 709 Tonnen Salz und 95 Tonnen Splitt verwendet wurden, waren es 2018/2019 im selben Zeitraum 2.147 Tonnen Salz und 162 Tonnen Splitt.

Im langjährigen Vergleich entspricht dieser Verbrauch etwa 30 Prozent weniger als dem eines klassischen Durchschnittswinters. Interessant sind die Zahlen aus den Saisonen 2006/2007 (975 Tonnen Salz und 284 Tonnen Splitt) und 2013/2014 (766 Tonnen Salz und 209 Tonnen Splitt). Aus der städtischen Statistik geht hervor, dass sich verbrauchsarme Winter grundsätzlich alle fünf bis sechs Jahre wiederholen.

Der Rekordverbrauchswert wurde in der Saison 2019/2020 bisher Anfang Jänner 2020 erreicht, wo innerhalb von 24 Stunden 65 Tonnen Salz gestreut wurden. (Der Vorjahres-Rekordverbrauch 2018/2019 wurden am 5. Jänner 2019 gemessen: Innerhalb von 24 Stunden wurden 220 Tonnen Salz gestreut).

Splitt einkehren auf Gehsteigen ist Pflicht der Anrainerinnen und Anrainer

Die Stadt Linz weist darauf hin, dass Anrainerinnen und Anrainer für das Splitteinkehren auf Gehsteigen überwiegend selbst verantwortlich sind. Demnach müssen sie das von ihnen während des Winters ausgebrachte Streugut nach Paragraf 93 StVO auch selbst entsorgen. Das gilt natürlich auch für die von Anrainerinnen und Anrainer mit der Gehsteig-Betreuung beauftragten Räumdienste. Streugutrückstände dürfen nicht auf die Straßen gekehrt werden. Auch das vom Gehsteig in die Rinnsale gelangte Streugut ist von den Anrainerinnen und Anrainern zu entfernen.

Winterdienst rund um die Uhr einsatzbereit

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich im Rahmen des Winterdienstes um etwa 600 Kilometer Straßen, 150 Kilometer Radwege sowie fast ebenso viele Stiegenanlagen im Stadtgebiet. Die städtische Winterdienstorganisation im Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung (SGS) sieht generell eine Betreuung der öffentlichen Fahrbahnen, Radwege und vereinzelt Gehsteige in den Monaten November bis einschließlich März vor. Das Hauptstraßennetz sowie Straßen, die von öffentlichen Verkehrsmitteln benutzt werden, werden rund um die Uhr von fix stationierten Winterdienst-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abgefahren. Somit ist der Einsatz bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen sofort möglich. Bei Nebenstraßen beziehungsweise bei Rad- und Gehwegen erfolgt die Betreuung von Montag bis Freitag zwischen 4 und 22 Uhr, samstags, sonntags und feiertags zwischen 5 und 22 Uhr. Dabei sind für den Winterdienst tagsüber bis zu 56 Fahrzeuge und 135 SGS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterwegs, die von der Einsatzleitung koordiniert werden. Zur Abdeckung der erforderlichen Kapazitäten werden zusätzlich Fremdfirmen mit der eigenständigen Betreuung festgelegter Routen beauftragt.

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Foto: Stadt Linz