Keine Zustimmung der Volkspartei zum Linzer Verkehrsleitbild!

„Mobilität kann nur im Miteinander der Verkehrsträger und Verkehrsteilnehmer funktionieren. Selbstverständlich begrüßen wir die Wertschätzung der sanften Mobilität und den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs genauso wie die Nutzung der Chancen, die in der Multimodalität liegen – was es aber nicht braucht, sind unrealistische Ansagen oder bloße Lippenbekenntnisse“, bemängelt LAbg. GR Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei, wesentliche Lücken im vom FPÖ-Verkehrsreferenten Markus Hein vorgelegten Verkehrsleitbild für die Landeshauptstadt.

Im Maßnahmenteil des Linzer Verkehrsleitbildes vermisst Manhal ausgereifte und konkrete Ideen: „So finden sich etwa unrealistische Maßnahmen wie zum Beispiel die Prüfung von Seilbahnen als Alternative bei neuen Verkehrsverbindungen.“ Auch wirtschaftsschädliche Aktionen wie „zu Tode beruhigte“ Fußgängerzonen seien ohne entsprechende Rahmenbedingungen kontraproduktiv.

„Ebenfalls abzulehnen sind bewohnerfeindliche Maßnahmen. So ist die Errichtung von gewerblichen Garagen in Verbindung mit einer 1:1-Reduktion von Stellplätzen an der Oberfläche einfach unzumutbar“, erklärt Manhal. Genauso problematisch sieht sie die Reduktion von Stellplätzen an der Oberfläche in Gebieten mit Stellplatzreserven in Garagen und im Straßenraum. Im Gegenzug würden dringend nötige Maßnahmen wie etwa Park&Ride-Anlagen fehlen – und somit der Anspruch auf Priorität.

„Ein alter Hut ist es auch, Linz zur Radfahrerstadt machen und den Radwegeanteil auf 15 Prozent erhöhen zu wollen“, kann Manhal darin keine Verbesserung der Situation für die vom Verkehr belastete Bevölkerung erkennen. „Es ist höchste Zeit, dass man endlich verkehrsentlastende Projekte baureif macht und auch für die nötige Finanzierung sorgt, sonst bleibt die Neuausrichtung der Linzer Verkehrspolitik eine Utopie“, kritisiert Manhal den Verkehrsreferenten.

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LAbg. Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei Fotocredit: Wakolbinger