Keine Blanko-Zustimmung für Hängebrücke

„Von uns gibt es sicher keine Blanko-Zustimmung für ein Projekt, das wir gar nicht richtig kennen“, sieht LAbg. Elisabeth Manhal, designierte Klubobfrau der Linzer Volkspartei, noch viele Lücken beim geplanten Bau einer Donau-Hängebrücke bis zum Zoo auf die Windflach. „Es gibt noch sehr viele offene Detailfragen, bis zu deren Lösung wir im Gemeinderat sicher unsere Zustimmung verweigern.“

„Wie wird man mit möglichen Menschenmassen umgehen? Wie will man die Verkehrssituation bewältigen, wie die Parkherausforderungen auf beiden Seiten?“, sind für Manhal und Lang-Mayerhofer nur zwei von mehreren Fragen, die bis heute unbeantwortet sind. „Auch die Themen Naturschutz, Widmung, Ortsbild, Verkehrs- und Wegeanbindung und die Vereinbarkeit mit dem Zoo sind noch immer nicht geklärt.“ So sei die Bergbahn schon jetzt überlastet und auch die Zustimmung des Zoos sei noch ausständig. „Seitens der dort lebenden Bevölkerung gibt es ebenfalls große Bedenken“, warnen Manhal und Tourismusstadträtin Doris Lang-Mayerhofer vor einer Entscheidung gegen die Bevölkerung, denn „es handelt sich schließlich um ein sehr sensibles Gebiet“.

Demokratiepolitisch fragwürdig nennt Manhal zudem die Vorgangsweise des dafür zuständigen FPÖ Vizebürgermeisters Markus Hein, der eine Vorstellung des Projekts im zuständigen Ausschuss angekündigt hatte, dann aber gleich im Vorfeld darüber abstimmen hat lassen. Im Linzer Gemeinderat am Donnerstag werde es daher von FPÖ und SPÖ gegen die Stimmen der anderen Fraktionen grünes Licht für die nötige Flächenwidmungsplanänderung geben. „Die Linzer ÖVP steht dem privaten Tourismusprojekt der Hängebrücke grundsätzlich offen gegenüber. Die für Verkehr und Planung zuständigen Stellen müssen aber nach zwei Jahren nun endlich ein schlüssiges Konzept vorlegen, wie dieses Tourismusprojekt auch verwirklicht werden kann“, fordert Lang-Mayerhofer mehr Transparenz.

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Foto: Stadt Linz