Homeoffice bringt Entlastung für Stau-Stadt Linz!

Magistrat und Unternehmensgruppe (UGL) der Stadt sollen mit insgesamt 10.000 Mitarbeitern mit gutem Beispiel vorangehen und Homeworking-Offensive starten.

„Die Corona-Krise hat gezwungenermaßen gezeigt, dass Homeoffice in großen Teilen der Linzer Wirtschaft gut funktioniert und eine Verkehrsentlastung für die Stau-Stadt Linz bringt“, analysiert der Linzer Wirtschaftsreferent Vize-Bürgermeister Bernhard Baier die vergangenen Wochen. Baier will für die Zukunft aus den Lehren der Corona-Krise für den Wirtschaftsstandort Linz profitieren. Denn weniger Stau würde Linz als zweitgrößten Wirtschaftsraum Österreichs nicht nur einen Attraktivitätsschub verpassen, sondern auch dem Ziel Klimastadt zu werden, einen Schritt näher bringen. Zudem sei es für jeden Einzelnen ein Gewinn an Lebensqualität, sich tagtäglich stundenlange Staus auf der Fahrt zum Arbeitsplatz und wieder nach Hause zu ersparen. Für die Linzerinnen und Linzer wäre es zudem eine Verbesserung des direkten Lebensumfeldes durch weniger Verkehrs- und damit weniger Co2-Belastung. 

Denn sieht man sich laut TomTom-Stau-Index die Linzer Verkehrsbelastung der vergangenen 3 Tage (4., 5. und 6. Mai) an, liegt diese im Vergleich zum Vorjahreszeitraum coronabedingt  zwischen minus 42 und minus 33 Prozent. 

Wirtschaftsreferent Baier setzt sich daher für die Forcierung flexibler Homeoffice-Lösungen ein. Mit gutem Beispiel vorangehen soll dabei die Stadt selbst. Magistrat und Unternehmensgruppe der Stadt Linz (UGL) mit insgesamt 10.000 Mitarbeitern sollen mit gutem Beispiel vorangehen und eine Homeworking-Offensive ermöglichen. „Um das ambitionierte Ziel Klimastadt zu erreichen, wird es künftig auch notwendig sein, neue, flexible Arbeitsformen in unser Leben zu integrieren“, so Baier. Der Linzer Magistrat und die städtischen Unternehmen sollten hier daher als Vorbild dienen und den Mitarbeitern ohne Kundenverkehr die Möglichkeit des Home-Office-Modells auch in der Zeit nach Corona ermöglichen. Aufgrund der coronabedingt notwendig gewordenen Umstellung wurde schließlich bereits auch eine Teleworking-Infrastruktur geschaffen, sodass nun nicht mit überbordenden Kosten zu rechnen sein wird.

Aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen, war es für viele Linzer Betriebe in den vergangenen Monaten notwendig, auf das Modell des Home-Office oder Teleworking umzustellen. Eine vom Land OÖ veröffentlichte Umfrage vom April 2020 hat ergeben, dass mehr als Dreiviertel der Befragten nach der Corona-Krise die öffentlichen Verkehrsmittel meiden und vermehrt auf das Auto umsteigen werden, um nicht mit Viren und Bakterien in Berührung zu kommen. Auch diesem prognostizierten vermehrten Verkehrsaufkommen könnte durch die Möglichkeit des Home-Office entgegengewirkt werden.

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Vize-Bürgermeister Bernhard Baier