Hackl: „Maßnahmen gegen die Vereinsamung!"

„Wir brauchen rasche Maßnahmen gegen die Vereinsamung“, ergänzt der Linzer Seniorenbund-Obmann GR Josef Hackl die jüngsten Aussagen von Vbgm. Karin Hörzing (SPÖ), weil in Linz gerade wegen der anhaltenden Corona-Krise die soziale Situation noch Lücken hat. Laut einer Umfrage des Seniorenbundes sei für die ältere Generation keineswegs alles in Ordnung. „Mehr als jeder Dritte fühlt sich einsam, das darf man so nicht hinnehmen und zur Tagesordnung übergehen“, fordert Hackl die zuständige Linzer SPÖ-Sozialreferentin auf, in diesem Bereich tätig zu werden.

Laut Umfrage des Seniorenbundes halten zwar 87 Prozent aller Oberösterreicher ab 60 Jahren die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie (darunter eingeschränkter Kontakt) für sehr richtig oder richtig, dennoch spüre man zunehmende Vereinsamung gerade in dieser Altersgruppe. „So halten sich 39 Prozent für sehr einsam oder einsam, mehr als ein Drittel fühlt sich also allein gelassen“, betont Hackl, der die Situation in einer Großstadt wie Linz für noch dramatischer hält als am Land. Gerade deshalb sei es besonders wichtig, sich um diese Menschen in unserer Gesellschaft zu kümmern.

„Schöne Reden sind zu wenig, man muss aktiv werden, damit unsere Senioren in dieser Zeit nicht noch mehr vereinsamen, als sie es ohnehin schon sind“, erinnert Hackl an einen ÖVP-Antrag im Linzer Gemeinderat vor zwei Jahren, in dem die zuständige Referentin Hörzing ersucht wurde, im „Ausschuss für Soziales, Jugend, Familie und Sport“ die Situation der ehrenamtlichen Besuchsdienste in Linz darzulegen und darauf aufbauend ein Maßnahmenpaket gegen die Vereinsamung von Senioren zu entwickeln. „Damals sei dieser Antrag an den Ausschuss delegiert und nach nur einer Sitzung dann schubladisiert worden“, kritisiert Hackl.

„78 Prozent wünschen sich laut Umfrage zudem viel mehr oder zumindest etwas mehr Kontakt mit anderen Menschen, das muss doch ein Auftrag sein“, erneuert Hackl die wichtigsten Forderungen, die im Seniorenbund bereits umgesetzt werden. Dazu zählen regelmäßige Besuchsdienste bei Kranken oder Bettlägrigen, die Abhaltung von Generationenkaffees oder Wander- und Spaziernachmittagen, verstärkte Sprechtags- und Informationsdienste sowie ein Ausbau der EDV-Schulungsangebote, damit die Älteren auch in Krisenzeiten mit Kindern und Enkelkindern in Kontakt bleiben können.

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GR Josef Hackl