Aktuelle Zahlen bestätigen gute Marktstellung der Linzer Innenstadt

Positiver City-Health Check für Linzer Handel!

Linz kann sich mit Mariahilfer Straße, Wiener Innenstadt und Graz messen

Seit 2013 erfasst die Beratungsagentur Standort + Markt die Citygeschäftszonen der größten Städte Österreichs in Form einer detaillierten, einzelbetrieblichen Erhebung. Diese Beobachtungen werden jährlich fortgesetzt. Nun liegen die aktuellen Zahlen vor: Die Ende Oktober 2019 im Rahmen des „City Retail Österreich“ erhobene Leerstandsquote für Linz liegt demnach bei 3,6 % und ist im Vergleich zu 2018 mit 5,1 % um 1,5 Prozent gesunken. Der aktuelle Trend pendelt sich daher nahezu auf dem 2016er-Niveau ein. Damit kann sich Linz bei den Leerständen mit Wiener Innenstadt (3,3 Prozent) sowie der Mariahilfer Straße (4,6 Prozent) als größten Einkaufsmeile Österreichs, und Graz (4,1 Prozent) messen. Klagenfurt hingegen liegt bei 12,8 Prozent.

Gutes Gesundheitszeugnis für LinzCity-Bewertung mittels Shopflächenindex, Leerstandsrate und Verkaufsfläche stellt Linz positiven Health-Check aus

Die von Standort + Markt präsentierten Zahlen belegen die nach wie vor sehr starke Marktstellung der Linzer Innenstadt. Zu den „gesunden“ Geschäftsbereichen zählen laut Standort + Markt insbesondere die Wiener Mariahilfer Straße sowie die Landstraßer Hauptstraße, St. Pölten, Innsbruck und Linz“, so Vize-Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Bernhard Baier.

Zu den „Gewinnern“ des Health-Checks, jener City-Bewertung, die mittels Shopflächenindex, Leerstandsrate und Verkaufsfläche ermittelt, zählen die Städte Villach, sowie Feldkirch und Linz. Ihnen wird laut aktuellem Report eine gesunde, gut funktionierende und nachgefragte Innenstadt bescheinigt. Mit einem Filialisierungsgrad von 39,7 % und einer Gesamtverkaufsfläche von 144.600m², verteilt auf 826 Shops, weist Linz im „City Retail Österreich“ gute Werte und eine große Vielfalt auf.

S+M City Retail - Österreichweite Ergebnisse

Die 24 untersuchten Geschäftsbereiche – plus 16 ausgewählte Kleinstädte – stellen einen wichtigen und statistisch repräsentativen Bereich des innerstädtischen, traditionellen Handels in Österreich dar. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Parameter aller Primär- und Sekundärstädte zeigen die Grafiken Nr. 1 und 2.

Health Check 2019: Linzer Innenstadt kann gute Marktstellung weiter verbessern
Die Grafik Nr. 3 (Bubble-Diagramm) zeigt die Korrelation zwischen Leerstandsrate und Shopflächenindex im Zuge einer City-Bewertung: Dort, wo dichte Nutzung (hoher Shopflächenindex) und gleichzeitig eine geringe Leerstandsrate vorherrschen, also im Quadranten links oben, haben wir es mit „gesunden“, gut funktionierenden und nachgefragten Innenstädten zu tun.

Die besten respektive erfreulichsten Entwicklungen werden in der  Grafik Nr. 3 grün dargestellt, die negativsten Entwicklungen der City-Bewertung hingegen rot. Der Farbton gibt die Stärke der Veränderung wieder (dunkel – stark, hell – schwach).

Zu den „gesunden“ Geschäftsbereichen zählen insbesondere die Wiener Mariahilfer Straße sowie die Landstraßer Hauptstraße, St. Pölten, Linz und Innsbruck.

Matthias Wied-Baumgartner, Obmann des Linzer City Rings:

„Die Linzer City und der stationäre Handel stehen nach wie vor für Auswahl und Sortiment, Ambiente und Einkaufserlebnis, Fachberatung und Service, Attraktivität und Geschäftsvielfalt. Die Beliebtheit der Linzer Innenstadt als Einkaufs- und Flaniermeile ist ungebrochen, es kommen auch immer wieder neue Geschäfte und Gastronomiebetriebe sowie Dienstleistungsunternehmen in die Stadt. Mit vielen Maßnahmen, Veranstaltungen, Werbekampagnen und dem Linzer City Gutschein sorgt der Linzer City Ring für Frequenz und Kaufkraftbindung in der Linzer Innenstadt.“

Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt:

„Der stationäre oberösterreichische Einzelhandel erzielte 2019 ein Umsatzwachstum von nominell 1,3 Prozent laut WKÖ und KMU Forschung Austria. Im Online-Handel erzielte der heimische Einzelhandel ein Online-Wachstum von 6 %. Nach wie vor gehen aber insgesamt weit mehr als die Hälfte der Online-Bestellungenins Ausland: Hier herrschen ungleiche Wettbewerbsbedingungen im Steuer- und Abgabenrecht.“

Der stationäre Handel ist durch den stetig steigenden Online-Einkauf ganz besonders gefordert. Der stationäre Handel muss daher auch selbst im Internet präsent sein und Social Media-Kanäle nutzen! Jeder zweite Kunde informiert sich im Internet über ein Produkt, bevor er ins Geschäft geht und es dort kauft. Deshalb bietet die WKO zielgerichtete Beratungs- und Förderangebote, um unseren ,analogen‘ Händlern den Weg zu den vielfältigen digitalen Chancen zu ebnen und diese miteinander zu verschränken, wie zB das KMU Digital Förderprogramm.

 

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Foto: Linz Tourismusverband
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