1-2-3-Ticket nicht schon vor Einführung schlechtreden

Nicht einverstanden ist Vize-Bürgermeister Bernhard Baier von der Linzer Volkspartei mit dem Rundumschlag von SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger und dessen FPÖ-Vize Markus Hein, die das 1-2-3-Ticket für den öffentlichen Verkehr schon vor dessen Einführung schlechtreden. „Ich bin dafür, dass wir in Linz das neue Öffi-Ticket genau beobachten – und schauen, welchen Nutzen man daraus ziehen kann“, betont Baier – denn „alle Initiativen im öffentlichen Verkehr müssen für eine Stadt mit derart großen Stauproblemen willkommen sein“.

Ab 2021 ist bekanntlich geplant, das so genannte 1-2-3-Ticket für den öffentlichen Verkehr in Österreich einzuführen. Das heißt, dass man das gesamte Öffi-Netz in einem Bundesland um 1 Euro pro Tag (2 Euro für zwei Länder und 3 Euro für ganz Österreich) nutzen kann, also nur noch 365 Euro für ein Jahresticket in OÖ zahlen muss. „Die Zukunft liegt im Ausbau des öffentlichen Verkehrs“, geben Luger & Hein zwar zu, zugleich jammern sie jedoch über einen möglichen Einnahmenentfall von hochgerechnet 20 Mio. Euro für die Linz AG.

„Doch reine Vermutungen bringen uns nicht weiter, man kann diese Initiative der Regierung erst beurteilen, wenn es tatsächlich Erfahrungswerte gibt“, sieht Baier das 1-2-3-Ticket neutral. „Vielleicht ist es für Linz sogar eine Bereicherung und eine zusätzliche Einnahmequelle, wenn dieses Öffi-Ticket wirklich von den Leuten angenommen wird. Ziel sollte es doch sein, möglichst viele Menschen zum Umstieg auf die Öffis zu animieren. Mit einer Einstellung wie von Luger & Hein wird Linz bis 2025 wohl kaum zur Klimahauptstadt werden“, kritisiert Baier.

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Vize-Bürgermeister Bernhard Baier